Hochintensiver fokussierter Ultraschall

Echte Rejuvenation ohne Hautverletzung und ohne Fremdsubstanzen

In den letzten 30 Jahren wurden verschiedenste Geräte entwickelt, die eine nachhaltige Hautstraffung erzielen sollten. Schon die plastischen Chirurgen hatten die dafür essentielle Bedeutung des superfiziellen muskuloaponeurotischen Systems (SMAS) erkannt. Dies ist die Schicht, welche in durchschnittlich 4,5mm Tiefe direkt der Muskelfascie anliegt. Gelingt ein selektives Erwärmen dieser Schicht auf etwa 60 Grad, setzen in der Folge ausgedehnte Reparaturvorgänge ein, die vorwiegend über eine deutlich messbare Vermehrung der Kollagenfasern zur Straffung dieses Bereichs führen.  Dabei galt es, das Problem zu lösen, dass die oberflächlichen Hautschichten diese relativ hohe Temperatur nicht vertragen und die Temperatur- und Schmerzrezeptoren übererregt werden. Zunächst kamen in den 70ern vorwiegend Laserstrahlen zum Einsatz - der anfängliche Hype um die Laserbehandlung ebbte aber rasch ab, nachdem man erkannt hatte, dass es beim Versuch, die SMAS-Schicht zu erreichen, meist zu Verbrennungen der Hautoberfläche kam. Es folgte etwa um die Jahrtausendwende die auf starken Lichtimpulsen basierende IPL-Therapie, diese Form elektromagnetischer Wellen erreichte aber eben gerade die mittleren Hautschichten und die gewünschte Straffung wurde nicht erreicht. 2005 kamen dann die ersten Radiofrequenzgeräte auf den Markt, die zwar fast bis zum SMAS reichten, allerdings ebenso wie die Laserbehandlung oft zu hartnäckigen Überpigmentierungen führten. 

Etwa 2010 gelang es dann erstmals, mit fokussierten Ultraschallwellen wirklich gezielt in verschiedenen Tiefen zu behandeln. Das Linsenprinzip sorgte dafür, dass die Haut dabei keinen Schaden nahm. Allerdings scheiterte eine sinnvolle Anwendung daran, dass mit einem "Schuss" nur ein einzelner winziger Punkt erwärmt werden konnte, für eine gute Wirkung aber hunderte Punkte in ganz kleinen Abständen gesetzt werden müssen. Eine manuelle Führung mit der bloßen Hand kann diese Genauigkeit aber nicht erreichen, zudem gab es enorme Unterschiede zwischen den manuell sehr unterschiedlich geschickten Anwendern. Die konsequente Weiterentwicklung stellten dann Handstücke dar, die innerhalb weniger Sekunden wenigstens eine Linie mit mehreren Ultraschallpunkten im Millimeterabstand setzen konnten. Die nächste Linie musste aber wieder manuell in genau 0,5 bis 1 mm Abstand gesetzt werden, was wieder recht ungenau war.

 

Die aktuellste 3D-HIFU-Generation ermöglicht es endlich, durch weitere Miniaturisierung und Weiterentwicklung der Technik ohne Versetzen des Schallkopfs innerhalb von etwa 40 Sekunden auf eine Fläche von etwa 4 cm²  bis zu etwa 200 Ultraschallpunkte zu applizieren. Punktabstand, Zeilenzahl und Intensität jedes einzelnen Schusses sind patientenindividuell auf Hautdicke, Lokalisation und Empfindlichkeit einstellbar. Dabei spürt man meist nur eine Art wärmendes Prickeln, nur an wenigen empfindlichen Stellen erinnert die Behandlung an Nadelstiche ähnlich einer Tätowierung. Die beste Wirkung erreicht man mit der Intensität, die nahe am Schmerzpunkt ist. Es wird daher die einmalige Einnahme eines gut verträglichen Schmerzmittels (z.B. Ibuprofen, Novaminsulfon) vor der Behandlung empfohlen, da sich die Schmerzschwelle dadurch anheben lässt, was nachweislich die Effektivität der Behandlung steigert.  Nach der Behandlung tritt meist nur eine leichte Rötung auf, gelegentlich auch eine diskrete, kleinflächige Blutergußverfärbung, sichtbare Schwellungen entstehen für 1-2 Tage i.d.R. nur im Bereich der Oberlippe (Raucherfältchen).

HIFU durch Spezial-Köpfe auch am Körper möglich

Eine Besonderheit stellt die zusätzlich mögliche subcutane Behandlung von Tiefen über 4,5 mm z.B. an Bauch, Oberarmen und Oberschenkeln dar. Hier führt die Behandlung mit speziellen, tiefreichenden Köpfen (9mm und 13mm) zusätzlich zu einer gezielten Zerstörung der Fettzellen mit anschliessendem Abbau derselben. Insbesondere in Körperbereichen, die der Kryolipolyse nicht zugänglich sind, ist HIFU dort eine echte Alternative.

 

Was kostet die Behandlung?

 

Die Kosten hängen maßgeblich von der Fläche des Behandlungsareals und der Anzahl der behandelten Tiefen ab. Es ist natürlich auch hier ein großer Unterschied, ob man z.B. am empfindlichen Unterlid nur etwa 10 cm² mit dem 1,5mm-Kopf behandeln läßt oder z.B. den gesamten Hals-Nacken-Bereich mit etwa 400 cm² in drei Tiefen. Schliesslich ist mit speziellen Köpfen, die über einen Zentimeter ins Gewebe eindringen, auch eine großflächige Straffung der erschlafften Bauch- oder Oberarmhaut möglich. Im ersten Fall wird man mit einen einzigen Behandlung für etwa 300€ schon auskommen, im zweiten Fall (Hals/Nacken) können bei drei Tiefen auch deutlich über 1000€ erforderlich sein. Da die modernen Geräte jeden einzelnen Schuss zählen, hat sich die Abrechnung pro Schuss bzw. pro Linie durchgesetzt. Sie behalten daher auch während der Behandlung den centgenauen Kostenrahmen im Blick und können selbst ihr finanzielles Limit festlegen.